• Annette Wagner

Herman the Pixelmonster


Ok...ich habe es getan...ich habe mir eine Nikon D850 geholt. Einen Megapixelboliden, den man angeblich ja gar nicht braucht. Und warum habe ich das gemacht? Nun...meine gute alte Dusty, meine D600 ist jetzt schon eine ältere Lady. Ich habe mit ihr viel erlebt und viele tolle Bilder gemacht, aber es ist eben...eine Vollformat für Einsteiger.


Meine D500 hat mich in die Welt der Nikon Profikameras eingeführt und da gewöhnt man sich an den großen Sucher, die Stabilität, das Bedienkonzept. Darum also jetzt eine D850. Vollformat auf Spitzenniveau...beängstigend gewaltig...


Aber...ist man da nicht zu eingeschränkt...rauscht ja sicher schnell, ist langsam und der Rechner macht auch schlapp. Öhm...nö...ich habe Mr. Herman als erstes in einer Ausstellung getestet. Mit einem Tamron 70-200 f2.8, also Fotografieren nahezu ohne Licht und beständig mit offener Blende. Das Rauschen ist sehr angenehm und leicht zu bearbeiten...und die Details, die diese Kamera erfasst sind atemberaubend.


Kawari Kabuto - 17./18. Jh - Sammlung Barbier-Mueller

Bilder, die alle Details in allen Facette abbilden sind einfach nur genial. Und das selbst bei hohen Isozahlen. Bei einer „Highpixel“ Kamera ist das besonders erstaunlich, da die hohe Pixeldichte auf dem Sensor in der Regel zu schlechterem Rauschverhalten führt.


Man sieht auch sehr schön, was man fotografiert, denn der Sucher ist der beste, den es aktuell in einer Nikon Kamera gibt.


Aber natürlich ist da auch ein wenig Schatten. Ohne die passende Optik braucht man sich nicht mit dieser Kamera beschäftigen. Ein Ferrari bringt seine Leistung nicht, wenn man versucht ihn mit dem Motor eines Kleinwagens zu fahren. Die Ausgabe für die Kamera reicht also nicht aus, wenn man nicht die passenden Linsen dazu hat.


Okegawado Tosei Gusoku - spätes 16. Jh - Sammlung Barbier-Mueller


Und die Bilddateien sind auch etwas größer, als gewohnt. Das muss ein Rechner verkraften, wenn man die Bilder auch bearbeitet. 60-80 MB werden schnell zu Dateien von über einem Gigabyte, wenn man in Photoshop z.B. mit TIFF Dateien arbeitet. Nicht jeder Rechner und nicht jedes Programm kann damit in vertretbarer Geschwindigkeit umgehen.


Aber zusammen mit der D500 bildet die D850 ein tolles Team. Reichweite und Höchstgeschwindigkeit der „Allzeit bereit“ Kamera treffen auf Detailwahnsinn mit vernünftiger Geschwindigkeit und toller Freistellung.


Ein ähnlich geniales Paar gab es das letzte Mal mit der D300 und der D3s. Dort waren aber die Bedienelemente nicht identisch. Bei der D500 und der D850 ist das gesamte Bedienlayout gleich. Wechselt man zwischen den beiden, muss man sich nicht umgewöhnen. Das bringt die entscheidenden Sekundenbruchteile, wenn es schnell gehen muss.


Helmzier - Edo Zeit - Sammlung Barbier-Mueller

Als nächstes werde ich Herman the Pixelmonster da testen, wo ich hauptsächlich fotografiere, im Tierpark und im Botanischen Garten. Ich bin schon sehr gespannt, wie er sich da schlägt. Aber ich vermute...auch da wird er eine richtig gute Figur machen, wenn er von der Person dahinter vernünftig eingesetzt wird.


Denn eines darf man nie vergessen...die Kamera und die Linsen sind das Werkzeug, die Bilder macht derjenige, der damit arbeitet!

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