• Annette Wagner

Auf LR6 oder CC umsteigen?



Bearbeitung mit LR CC und Photoshop (getöntes Infrarot und Filmkorn)

Technisch ist nicht viel neues passiert, seit Lightroom 5 herausgekommen ist. Lightroom 6 bzw. die Cloud-Version Lightroom CC stecken nicht gerade voller innovativer Neuerungen. Sollte man also wechseln? Lohnt es sich, insbesondere von einer der Stand alone Versionen auf die (böse, böse :-) Cloud Variante zu wechseln? Das kommt darauf an. Wer sich in nächster Zeit kein neues Equipment kaufen will, wer mit der Version zu Recht kommt und nichts vermisst, der kann bei Lightroom 5 bleiben. Ohne Reue und ohne Probleme. Das Programm ist ausgereift und hat sich, wie gesagt, auch nicht grundlegend weiterentwickelt. Aber…Adobe hat, egal wie man jetzt dazu steht, einen Weg eingeschlagen, der die Cloud attraktiv macht und das teilweise „auf Teufel komm raus“. Das einzige Profi - Programm, dass man aktuell noch als Einzelversion kaufen kann, ist Lightroom. Allerdings wird auch das nicht mehr zu 100% unterstützt. Updates gibt es für die Basis (Camera Raw), aber keine für das Programm an sich (Fehlerkorrekturen ausgenommen), bzw. die Updates werden nur verzögert ausgeliefert. Wer also mit neuem Equipment arbeitet, oder alle Features nützen will, der ist leider gezwungen sein Glück in der Wolke zu versuchen. Dazu kommt, dass die Anbindung (zumindest beim Mac) problemlos funktioniert und es als Goodie ein Abo gibt, dass gleich noch Photoshop mit dazu liefert. Ein Programm, dass früher für schlappe 1000 Euro zu haben war und jetzt für knapp 12 Euro im Monat mit dazu geliefert wird. Außerdem hat LR 6 oder eben LR CC schon ein paar Kleinigkeiten mitbekommen, die es interessant machen. Dies gilt vor allem für die Nutzer der Filter insbesondere des Radialfilters. Dieser hat endlich neben dem Licht und Schatten auch den Weiß und Schwarz Regler spendiert bekommen. Dazu noch den Regler „Dunst entfernen“. Jetzt fehlt noch die Dynamik…aber man kann ja nicht alles auf einmal bekommen. Überhaupt…Dunst entfernen…ein neuer Regler, der für Nebel und Co gedacht ist, aber auch gegen so manchen Gitterschatten hilft (für Zoo-o-grafen eine wichtige Sache). Eigentlich könnte man das aus den anderen Reglern selbst zusammenschustern, doch feiner wird die Einstellung, wenn man gezielt einzelne Anteile von dem korrigieren kann, was über diesen Regler gesteuert wird. So kann man die Korrektur verfeinern. Z.B. kann man mit zusätzlicher Aufhellung, Augen mit diesem Regler gut verbessern. Fazit: Nicht umsteigen braucht,

  • wer kein neues Equipment kauft.

  • bei LR 5 nichts vermisst.

Umsteigen sollte,

  • wer neues Equipment hat oder es demnächst erwerben will.

  • wer die paar Zusatzfeatures der neuen Version benötigt oder sie bisher vermisst hat.

  • wer endlich einmal mit Photoshop arbeiten will oder muss (nur LR CC).

  • wer sicher sein will, immer auf dem neuesten Stand zu sein (nur LR CC).

Ich bin umgestiegen, weil ich eh meine Hardware erneuert habe und mit dem Gedanken spiele, mir im Sommer vielleicht eine neue Optik oder eine Kamera zu holen. Außerdem habe ich bisher PS Elements neben LR genutzt und mich immer wieder über die Sachen geärgert, die ich nicht machen konnte. Jetzt muss ich mich zwar in PS erst einarbeiten, aber dafür gibt es auch kein „geht nicht“ mehr…nur ein „kannst es noch nicht“.

#review #comment #Software

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